Die Software läuft auf der freien Lizenz GNU AGPLv3. Das Land kann den Quellcode jederzeit einsehen, prüfen und nach eigenen Sicherheits- und Funktionsanforderungen anpassen. Aufgebaut wurde das Projekt nach dem Prinzip „Open Source by Design”: Es umfasst eigene Test- und Produktivumgebungen, Betriebsschulungen, Sicherheitsprüfungen sowie eine priorisierte Einbindung von Stabilitätsupdates.
Aktuell nutzen rund 5.000 Beschäftigte die Kollaborationsplattform mit Filesharing, aktiv. Mittelfristig soll die Lösung für Chat, Videokonferenzen und Groupware-Applikationen ausgebaut werden und über 50.000 Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung stehen – von den Ministerien bis zu den kommunalen Einrichtungen.
Mecklenburg-Vorpommern handelt dabei nicht allein: Im November 2025 unterzeichnete das Ministerium für Finanzen und Digitalisierung eine Kooperationsvereinbarung mit der Staatskanzlei Schleswig-Holstein zur Stärkung der digitalen Souveränität beider Länder. Schleswig-Holstein gilt deutschlandweit als Vorreiter beim Umstieg der Landesverwaltung auf Open-Source-Software und setzt dabei ebenfalls auf Nextcloud als zentrale Kollaborationsplattform.
Mit dem Engagement Mecklenburg-Vorpommerns entsteht im Norden Deutschlands eine technologische Allianz zweier Bundesländer, die digitale Souveränität nicht nur politisch vereinbaren, sondern auch auf derselben offenen Plattform umsetzen. Auch außerhalb Deutschlands setzt der öffentliche Sektor zunehmend auf diesen Weg: In Frankreich etwa stellt die Region Île-de-France mehr als 550.000 Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Verwaltungsmitarbeitenden über die Bildungsplattform monlycée.net eine souveräne Kollaborationsplattform auf Basis von Nextcloud bereit. Das österreichische Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus etwa stellte 2025 rund 1.200 Mitarbeitende auf Nextcloud um.
Text- und Fotoquelle: Pressemitteilung des Ministeriums für Finanzen und Digitalisierung vom 03.07.2026
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