Bild einer grafischen Cloud, blau eingefärbt
Fundament für eine souveräne digitale Verwaltung

Die Deutsche Verwaltungscloud (DVC)

Die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung in Deutschland hat eine neue Stufe erreicht: Mit der Deutschen Verwaltungscloud (DVC) ist ein gemeinsames, föderales Cloud-Angebot für Bund, Länder und Kommunen entstanden. Ziel ist es, digitale Verwaltungsleistungen effizienter, sicherer und unabhängiger bereitzustellen – und damit gleichzeitig die digitale Souveränität nachhaltig zu stärken.

Logo Deutsche Verwaltungscloud

Digitaler Marktplatz

Die Deutsche Verwaltungscloud ist ein gemeinsames Cloud-Ökosystem der öffentlichen Verwaltung. Sie stellt über den „Marktplatz Deutschland Digital“ eine Plattform bereit, über die Behörden Cloud-Services standardisiert, sicher, vergabefrei und rechtskonform beziehen können. Im Kern handelt es sich um einen digitalen Marktplatz, auf dem aktuell rund 70 IaaS-, PaaS- und SaaS-Produkte bereitgestellt werden – und die Zahl wächst kontinuierlich weiter.

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Vom Projekt zum Produkt

Die DVC wurde auf Basis des Beschlusses 2023/19 des IT-Planungsrat als Umsetzungsprojekt initiiert. Seit Januar 2024 liegt die Gesamtprojektleitung der Umsetzung bei der FITKO, die das Vorhaben mit der Genossenschaft govdigital vorantreibt. Insgesamt bringen sich neun öffentliche IT-Dienstleister – darunter auch die DVZ M-V GmbH – aktiv in die Entwicklung und Umsetzung ein. Seit dem 1. April 2025 ist die DVC ein Produkt des IT-Planungsrates und offiziell in den Produktivbetrieb übergegangen und damit fester Bestandteil der föderalen IT-Infrastruktur. Bereits zum Start standen zahlreiche Cloud-Services zur Verfügung, die kontinuierlich erweitert werden. Die langfristige Weiterentwicklung der DVC wird durch zentrale Strukturen wie das Architekturboard der DVC, die Koordinierungsstelle bei der FITKO sowie die weitere Zusammenarbeit der öffentlichen IT-Dienstleister unter Steuerung des DVC-Architekturboards sichergestellt.

Die DVC ist auch ein wichtiger Baustein des Deutschland-Stack: In der ersten, verbindlichen Festlegung der Standards ist die DVC neben dem Souvereign Cloud Stack und Openstack zentraler Standardgeber für den Bereich „Managed Services und Cloud“.

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Grafik: Eine Cloud (Wolke) mit Pfeilen, die einmal in die Cloud hinein und einmal von ihr weg zeigen.

Besonderheiten der DVC

  • Multicloud-Ansatz: Die DVC setzt auf eine verteilte, föderierte Cloud-Struktur mit Cloud-Services, die von verschiedenen öffentlich-rechtlichen IT-Dienstleistern betrieben werden.
  • Gemeinsame Standards: IT-Dienstleister-übergreifend wurden und werden gemeinsame Standards für Cloud-Services entwickelt und beschlossen.
  • Einfache Qualitätsbewertung: Ein Reifegradmodell stellt sicher, dass die angebotenen Services verbindliche Mindestanforderungen im Bereich Datenschutz, Informationssicherheit, Service-Level, Bereitstellungszeiten und Skalierbarkeit erfüllen.
  • Souveränität: Die Daten und Prozesse der Verwaltung bleiben unter Kontrolle des Staates.

DVZ als aktiver Mitgestalter

Die DVZ M-V GmbH als IT-Dienstleister von Mecklenburg-Vorpommern ist von Projektbeginn an aktiv an der Umsetzung der Deutschen Verwaltungscloud beteiligt. Gemeinsam mit weiteren Partnern bringt das DVZ seine Expertise vor allem im DVC-Architekturboard ein, wirkt aktiv in dessen Themenkreisen mit und gestaltet die DVC-Standards maßgeblich.

Das DVZ bietet über den digitalen Marktplatz bereits mehrere Cloud-Services an – weitere folgen: Dazu gehören aktuell die SaaS-Produkte unseres Bewerbermanagementsystem mit INTERAMT.data, INTERAMT.kompakt und INTERAMT.professional sowie das Prozessmanagement-Tool ADONIS. Zusätzlich unterstützt das DVZ seine Kunden bei der Planung, Beschaffung, Integration und dem Einsatz von angebotenen Cloud-Services.

Grafik: Eine Cloud, die mit verschiedenen mobilen Endgeräten und Datenspeichern verbunden ist.

Digitale Souveränität als Leitprinzip

Ein zentrales Ziel der Deutschen Verwaltungscloud ist die Stärkung der digitalen Souveränität der öffentlichen Verwaltung.

Das bedeutet konkret:

  • Unabhängigkeit von einzelnen Anbietern durch offene Standards und Multi-Cloud-Strategie 
  • Kontrolle über Daten und Infrastruktur innerhalb rechtssicherer Rahmenbedingungen 
  • Stärkung der technologischen Eigenständigkeit dank Wiederverwendbarkeit von bestehenden IT-Lösungen nach dem Prinzip „Einer für alle“

Die DVC reduziert gezielt Abhängigkeiten und ermöglicht es, IT-Lösungen flexibel über verschiedene Plattformen hinweg zu betreiben.

Mehrwert für Verwaltung und Gesellschaft

Die Deutsche Verwaltungscloud bietet konkrete Vorteile für alle Verwaltungsebenen:

  • Effizienzsteigerung: Schnellere Beschaffung, Bereitstellung und Nutzung von IT-Services
  • Kosteneinsparungen: Gemeinsame Nutzung statt paralleler Entwicklungen; deutliche Einsparungen durch nicht notwendige Ausschreibungsverfahren
  • Standardisierung: Einheitliche Architektur und Schnittstellen
  • Zusammenarbeit: Bessere Vernetzung zwischen Behörden

Letzten Endes profitieren vor allem die Bürger*innen Deutschlands durch moderne und zuverlässige digitale Verwaltungsleistungen.

Für das DVZ ist sicher, die Deutsche Verwaltungscloud ist weit mehr als ein IT-Projekt – sie ist ein zentraler Baustein für die zukünftige IT-Servicelandschaft der öffentlichen Verwaltung und schafft die Grundlage für eine moderne, leistungsfähige und souveräne IT-Infrastruktur Deutschlands – und bei dieser verantwortungsvollen Aufgabe will das DVZ weiterhin aktiv mitgestalten.

Luftaufnahme des DVZ-Standorts

DVC in Zahlen

Zum 01.04.

2025

… ging die DVC in den Produktivbetrieb – vorab brachten neun öffentliche IT-Dienstleister, wie das DVZ, ihre Erfahrung bei der Entwicklung ein.

Rund 70

DVC-konforme Cloud-Services

… sind derzeit über den „Marktplatz Deutschland Digital“ bestellbar – über 20 weitere sollen 2026 folgen (Stand 26.03.2026).

Rund 1.000

Nutzer*innen

… sind aktuell registriert und 35 Bestellungen sowie 55 Interessensbekundungen sind bereits eingegangen (Stand 26.03.2026).

86 %

der Cloud-Services

… sind derzeit SaaS-Lösungen – der Rest verteilt sich auf IaaS- und PaaS-Produkte (Stand 26.03.2026).

Haben Sie Fragen?

Möchten Sie mehr über unsere Beteiligung im Rahmen der Deutschen Verwaltungscloud erfahren? Wenden Sie sich gerne an uns! 

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