Foto eines Tischlers, blau eingefärbt
Software für Aufstiegs-BAföGs erfolgreich in sechs Bundesländern etabliert

Sozialverfahren AFBiD erleichtert Berechnung und Zahlbarmachung des Aufstiegs-BAföGs

Das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz, kurz AFBG, regelt seit 1996 das „Aufstiegs-BAföG“ und fördert Menschen jeden Alters, die sich nach einer ersten Ausbildung einen beruflichen Aufstieg wünschen. Über 700 Fortbildungsabschlüsse profitieren von den Zuschüssen. Verwaltungsfachkräfte für Ausbildungsförderung kümmern sich um die Antragsabwicklung. Seit 2014 unterstützt in Mecklenburg-Vorpommern eine vom DVZ initiierte Software bei der Berechnung und Zahlbarmachung: AFGB im Dialog, kurz AFBiD. Damit ist die Lösung ein weiteres Mitglied der DVZ-Softwarefamilie für Sozialverfahren: Elterngeld im Dialog (ELGiD), Soziales Entschädigungsrecht (SERiD) und Kindesgesundheit im Dialog (KIGiD). 

AFBiD Logo

Zeitalter der Großrechner beendet 

Seit 1996 lief das Verfahren auf ressourcenaufwändigen DVZ-Großrechnern, weswegen das DVZ auf eine Client/Server-Applikation wechselte. Die größte Herausforderung war der Transfer riesiger Datenmengen vom Großrechner auf den Server, die schließlich durch die AFBiD-Software überführt werden konnten. Nach der Software-Einführung 2014 war die Zufriedenheit bei den Nutzer*innen in der Verwaltung sehr groß, sodass sich die bedienerfreundliche AFBiD-Anwendung auf bundesweiten Fachsitzungen herumsprach. Seitdem wechselte jährlich ein Bundesland vom Großrechnerverfahren auf die DVZ-Software: Hamburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Rheinland-Pfalz.

AFBiD-Software in 6 Bundesländern etabliert

Einführung in kürzester Zeit

2019 nahm das DVZ an der Ausschreibung von Baden-Württemberg teil, das hinsichtlich seiner Größe, Bevölkerungsdichte, seines Umfangs an Ämtern, Verwaltungsfachkräften und Antragstellenden der größte AFBiD-Kunde ist. Der Zeitplan war ebenfalls ambitioniert. Mitte Januar 2020 kam der Zuschlag vom Wirtschaftsministerium, das die Finanzierung verantwortet. Unter Hochdruck realisierte das DVZ-Team in fünf Monaten die Umsetzung des Projektes. Dazu gehörten die Planung und der Aufbau einer Betriebsinfrastruktur beim Landeskunden, ein Pilotbetrieb mit Ämtern, Software-Modifizierungen, die Schulung der 197 Nutzer*innen, die Erstellung des Sicherheitskonzeptes und der Datentransfer vom Großrechner ins System – dabei wurden 100.000 Fälle fehlerfrei übernommen. Früher als geplant ging AFBiD für Baden-Württemberg am 25. Juni 2020 live und ist seitdem bei 38 Ämtern im Einsatz. Jeden Monat freuen sich nun ca. 10.500 Antragstellende über die Auszahlung ihrer Fördergelder.

Schnittstelle für Online-Anträge

Mussten AFBG-Anträge 30 Jahre lang schriftlich eingereicht werden, können Berechtigte ihre Förderung seit Ende 2023 bequem über das Online-Portal „AFBG Digital“ beantragen. Für eine reibungslose Datenübertragung in die AFBiD-Software schuf das DVZ-Team eine neue Schnittstelle. Zudem wurde das IT-Verfahren technisch so angepasst, dass die Software die Felder automatisch aus dem Online-Formular erkennt und zur weiteren Bearbeitung aufbereitet. Eine Win-win-Situation für alle Parteien: Antragstellende profitieren von einer schnellen, sicheren und komfortablen Online-Einreichung und für die Sachbearbeitenden entfällt das zeitaufwendige manuelle Erfassen der Daten aus postalischen Anträgen. Seit Einführung der Schnittstelle ist die Zahl der Online-Anträge beispielsweise in Baden-Württemberg deutlich gestiegen: Während 2024 knapp 7.200 Anträge digital eingereicht wurden, waren es 2025 bereits rund 12.200. Unabhängig davon wird das AFBiD-Sozialverfahren kontinuierlich weiterentwickelt. Neue gesetzliche Vorgaben werden kurzfristig umgesetzt, sodass den Nutzenden jederzeit eine aktuelle und leistungsfähige Software zur Verfügung steht.

Zu AFBG Digital
Luftaufnahme des DVZ-Standorts

Software für Aufstiegs-BAföG in Zahlen

10.500
Antragstellende

... erhalten über die AFBiD-Sofware ihre monatlichen Zuschüsse für ihre Ausbildungsförderung in Baden-Württemberg. 
 

220
Verwaltungsfachkräfte

… in 38 Ämtern nutzen das AFBiD-Sozialverfahren in Baden-Württemberg und wurden dafür durch ein DVZ-Team geschult.

Monate

… hatte das DVZ zur Umsetzung des Projektes – von der Planung bis zum Datentransfer der bestehenden 100.000 Fälle ins System. 4 Tage früher als geplant ging AFBiD live. 

Seit 1996
betreut

… der IT-Dienstleister DVZ das AFBG-Verfahren und hat die eigens entwickelte AFBiD-Software bereits in 6 Bundesländern im Einsatz.

Das sagen unsere Kund*innen

Foto von Joachim Busan, Regierungspräsidium Stuttgart
Joachim Busan | Regierungspräsidium Stuttgart
Eins plus für das DVZ

Zufriedenheit zeigt sich auch beim Wirtschaftsministerium und Regierungspräsidium Stuttgart, das für die Umsetzung im Land zuständig ist:

„Das DVZ bekommt von mir eine Eins plus. Das Team hat das Verfahren trotz des straffen Zeitplans sehr professionell und engagiert auf die Beine gestellt“, bestätigt Joachim Busan vom Regierungspräsidium.

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