Foto einer Waffe für das Nationale Waffenregister, blau eingefärbt
Konzeption, Entwicklung, Betrieb und Anpassung der bundesweiten NWR-Kopfstelle

Nationales Waffenregister

Im Nationalen Waffenregister (NWR) wird seit 2013 der legale private Waffenbesitz in Deutschland abgebildet. Um jedoch den gesamten Lebenszyklus einer Waffe von der Herstellung bzw. dem Import bis hin zur Vernichtung oder dem Export nachzuvollziehen, beschloss die Innenministerkonferenz 2016 einen umfangreichen Ausbau des NWR (sog. „NWR II“). Den Auftrag für die Errichtung der Kopfstelle erhielt die DVZ M-V GmbH als leistungsfähiger IT-Lösungsanbieter. Seitdem ist es unsere Aufgabe, neben der initialen Entwicklung der Kopfstelle, den Betrieb und die kontinuierliche Weiterentwicklung zu realisieren. 

Logo NWR Nationales Waffenregister

Kopfstelle als Bindeglied

Die Kopfstelle fungiert dabei als Bindeglied zwischen dem Nationalem Waffenregister im besonders geschützten Verwaltungsnetz und den anzubindenden Waffenherstellern und -händlern (HuH) im Internet. Im Waffenregister werden Daten wie Typ, Modell, Hersteller, Kaliber, Seriennummern von Waffen sowie Namen und Anschriften von Lieferanten und der Person, die die Waffe erwirbt oder besitzt, registriert und gespeichert. Für den Datenaustausch wird der Standard XWaffe genutzt, der zweimal im Jahr aktualisiert und an die fachlichen Anforderungen angepasst wird. Diese Informationen können Behörden, die zur gesetzlichen Aufgabenerfüllung waffenrechtliche Daten benötigen, einsehen – vor allem die Landes- und Bundespolizei. Nach Abschluss der Konzeptionsphase in 2017 wurde die Software der Kopfstelle entwickelt, die Infrastruktur für den Betrieb der Kopfstelle aufgebaut und die Einsatzbereitschaft der Lösung hergestellt.

Die Abbildung des kompletten Lebenszyklus

Pünktlich zum 15. Juni 2020 ging das NWR-Meldeportal live. Auch wenn die elektronische Anzeigepflicht für Waffenhersteller und -händler erst ab dem 1. September galt, haben sich in dieser Zeit bereits über 2.000 HuH registriert. Die Händler und Hersteller melden seitdem alle einzelnen Stationen im Lebenszyklus einer Waffe und eines Waffenteils: von der Fertigstellung über die Reparatur oder den Umbau bis hin zu einem Verkauf. 

Seit Ende des Projektes wurden nicht nur eine dreistellige Zahl an Änderungsanträgen sowie größere fachliche Korrekturen und Erweiterungen an der Software umgesetzt, sondern auch interne Betriebsprozesse optimiert sowie die Architektur und die Verarbeitungsgeschwindigkeit der Kopfstelle verbessert.

Luftaufnahme des DVZ-Standorts

NWR-Kopfstelle in Zahlen

Seit dem 01.09.

2020

... besteht in Deutschland die Anzeigepflicht für Waffenhersteller und -händler, um den vollständigen Lebenszyklus von Waffen und Waffenteilen abzubilden.

32

DVZ-Mitarbeiter*innen

... waren initial bei der Konzeption, Entwicklung und dem Aufbau des Betriebs eingesetzt, welches aus Mitteln des Fonds für die Innere Sicherheit durch die Europäische Kommission kofinanziert wurde.

Über 3.5 Mio.

Meldungen

... wie Waffenverkäufe, Waffenproduktionen oder -reparaturen werden jährlich durch die Kopfstelle verarbeitet.

2.600

Waffenhersteller & -händler

… sind mit einer Vielzahl von Beschäftigten an die NWR-Kopfstelle angebunden. 

Kundenfeedback des damaligen Projektleiters

Foto von Dietrich Gohde

Dietrich Gohde | Ministerium Inneres und Europa

Gemeinsam gehandelt

"Die Zusammenarbeit war wirklich super. Ich konnte mich zu jedem Zeitpunkt und in jeder Phase auf die Zuarbeit der DVZ-Kolleg*innen verlassen.

Man merkt einfach, dass wir hier an einem Strang gezogen und gemeinsam als Land Mecklenburg-Vorpommern gehandelt haben.“

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Infografik über den Lebenszyklus einer Waffe
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