Technische Informatik

Alles im Griff? Duales Studium, Ehrenamt und Hobby

Arbeit, Studium und dann noch Freizeit? Schafft man das überhaupt? Ja, das ist mit einem guten Zeitmanagement durchaus machbar. Ich habe viele verschiedene Hobbys, die mich alle gleichermaßen interessieren und von denen ich keines vernachlässigen möchte.

Egal, ob man sich in der Theorie- oder Praxisphase des Studiums befindet: Mit einer guten Organisation des Tages steht auch einem entspannten Treffen mit Freunden nichts im Wege. Wichtig ist, dass man eine gute Übersicht über alle Termine behält. Dies ist durch einen gut geführten Kalender möglich.

Neben meinem Studium „Technische Informatik“ in Glauchau betätige ich mich ehrenamtlich bei der Evangelischen Jugend Mecklenburg. Dies ist eine Jugendorganisation des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Mecklenburg. Darüber hinaus engagiere ich mich ebenfalls noch bei der Sozial-Diakonischen Arbeit- Evangelische Jugend Schwerin. Hier stehen die wichtigsten Termine, wie Konfirmandencamps oder Ferienfreizeiten schon zu Beginn des Kalenderjahres fest, so dass ich diese frühzeitig einplanen kann. Besonders im Sommer finden viele Veranstaltungen statt, die ich an Wochenenden mit vorbereite und besuche.

Ob Tastatur und Klaviartur – nichts kommt zu kurz

In der Praxisphase des Studiums ermöglicht das Gleitzeitmodell im DVZ eine flexible Arbeitseinteilung. So kann ich beispielsweise zwei Mal in der Woche den Jugendclub „Paulskirchenkeller“ besuchen und dort aktiv Projekte mitgestalten. Die derzeitige Praxisphase in diesem Semester von sieben Monaten verbringe ich in Schwerin. Die Zeit habe ich parallel dazu genutzt, um mir ein neues Hobby zuzulegen: Das Klavierspielen. Abends freue ich mich darauf, endlich an meinem Klavier sitzen zu können und neue Stücke zu erlernen. Das Üben wirkt sehr entspannend.

Während der Theoriephasen an der Berufsakademie Glauchau finde ich noch ausreichend Zeit, neben den Vorlesungen mit den Kommilitonen meines Studienjahrgangs gemeinsame Aktivitäten zu planen. Wenn wir die Seminarveranstaltungen regelmäßig nachgearbeitet haben, ist auch der Lerndruck kurz vor den Semesterprüfungen gut zu bewältigen.

 

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Auf Wechselkurs: Arbeitsplatz und Berufsakademie

Praktisch arbeiten und die Schulbank drücken: Der Wechsel zwischen Theorie- und Praxissemestern bedeutet für mich stets eine große Umgewöhnung. Jedes Mal beginnt sozusagen ein anderes Leben, denn als Duale Studentin des Studienganges „Technische Informatik“, gehe in einem kleinen Ort in Sachsen auf die staatliche Studienakademie Glauchau der Berufsakademie Sachsen (kurz: BA Glauchau). Hier wird uns in jeder Theoriephase ein Platz im Wohnheim gestellt. Nach Hause geht es in diesen drei Monaten nur ab und zu an den Wochenenden. Das heißt Abstand nehmen von der eigenen Wohnung, von der Arbeit, von alten Freunden und Kollegen. Dafür gibt es neuen interessanten Lernstoff und das Wiedersehen mit dort neu gewonnen Freunden, die man in der Praxisphase nur selten oder gar nicht sieht.

Volle Konzentration ist angesagt

Man sieht: Es gibt Vor- und Nachteile bei dieser Einteilung. In einer langen Phase der Praxis kann ich mich sehr gut auf die Arbeit konzentrieren. Ich werde, abgesehen von einigen Belegarbeiten, nicht vom Unterrichtsstoff abgelenkt und kann für längere Zeit bei Projekten mitwirken. Außerdem lerne ich die Arbeitsabläufe kennen und kann Gelerntes nach einigen Tagen und auch Wochen anwenden, wodurch es sich besser einprägt. Dazu lerne ich das DVZ als Betrieb in der mehrmonatigen Praxisphase intensiv kennen. Genauso ist es in der BA. Ich kann mich völlig auf den Unterrichtsstoff und meine darauffolgenden Prüfungen konzentrieren. Zum eigenständigen Lernen bekommen wir Zeit, ohne von Arbeitsthemen abgelenkt zu werden.

Immer wieder Neues

Doch genau das kann auch ein Problem sein. Nach monatelanger Beschäftigung mit speziellen Themen ist es nötig „den Kopf freizumachen“ und sich auf etwas Neues zu konzentrieren. Man muss sich zu Beginn der Theoriephase von Arbeitsthemen loslösen, auch wenn diese noch so interessant sind. So können wir Projekte manchmal nicht bis zum Abschluss verfolgen oder bekommen große Teile davon nicht mit. Denn nach monatelanger Abwesenheit stehen oftmals schon neue Thematiken an.

 

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