Berufsakademie

Auf Wechselkurs: Arbeitsplatz und Berufsakademie

Praktisch arbeiten und die Schulbank drücken: Der Wechsel zwischen Theorie- und Praxissemestern bedeutet für mich stets eine große Umgewöhnung. Jedes Mal beginnt sozusagen ein anderes Leben, denn als Duale Studentin des Studienganges „Technische Informatik“, gehe in einem kleinen Ort in Sachsen auf die staatliche Studienakademie Glauchau der Berufsakademie Sachsen (kurz: BA Glauchau). Hier wird uns in jeder Theoriephase ein Platz im Wohnheim gestellt. Nach Hause geht es in diesen drei Monaten nur ab und zu an den Wochenenden. Das heißt Abstand nehmen von der eigenen Wohnung, von der Arbeit, von alten Freunden und Kollegen. Dafür gibt es neuen interessanten Lernstoff und das Wiedersehen mit dort neu gewonnen Freunden, die man in der Praxisphase nur selten oder gar nicht sieht.

Volle Konzentration ist angesagt

Man sieht: Es gibt Vor- und Nachteile bei dieser Einteilung. In einer langen Phase der Praxis kann ich mich sehr gut auf die Arbeit konzentrieren. Ich werde, abgesehen von einigen Belegarbeiten, nicht vom Unterrichtsstoff abgelenkt und kann für längere Zeit bei Projekten mitwirken. Außerdem lerne ich die Arbeitsabläufe kennen und kann Gelerntes nach einigen Tagen und auch Wochen anwenden, wodurch es sich besser einprägt. Dazu lerne ich das DVZ als Betrieb in der mehrmonatigen Praxisphase intensiv kennen. Genauso ist es in der BA. Ich kann mich völlig auf den Unterrichtsstoff und meine darauffolgenden Prüfungen konzentrieren. Zum eigenständigen Lernen bekommen wir Zeit, ohne von Arbeitsthemen abgelenkt zu werden.

Immer wieder Neues

Doch genau das kann auch ein Problem sein. Nach monatelanger Beschäftigung mit speziellen Themen ist es nötig „den Kopf freizumachen“ und sich auf etwas Neues zu konzentrieren. Man muss sich zu Beginn der Theoriephase von Arbeitsthemen loslösen, auch wenn diese noch so interessant sind. So können wir Projekte manchmal nicht bis zum Abschluss verfolgen oder bekommen große Teile davon nicht mit. Denn nach monatelanger Abwesenheit stehen oftmals schon neue Thematiken an.

 

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