Die Polizeiapp mFAS wird auf einem Handy bedient

Mobile Apps für die Landespolizei

Der digitale Startschuss ist gefallen: Am Freitag, den 23. Oktober, händigte Innenminister Lorenz Caffier die ersten Smartphones mit neuen, vom DVZ entwickelten Apps an Streifendienstbeamte aus.

Im Rahmen des Projektes “mPOL – mobile Apps für die Landespolizei” entwickelt die DVZ M-V GmbH im Auftrag des Landesamtes für zentrale Aufgaben und Technik der Polizei, Brand- und Katastrophenschutz Mecklenburg-Vorpommern (LPBK M-V) derzeit mehrere Apps zur Unterstützung der über 1.500 Streifendienstbeamten in M-V. In einem Pilotbetrieb mit über 200 Beamten an vier Standorten startet nun die neue auf iPhone 11 als Mannausstattung basierende Infrastruktur.

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Herzstück ist mobiles Fahndungs- und Auskunftssystem

So sind die Smartphones mit nützlichen Features ausgestattet: Dazu gehören ein Messenger-Dienst, eine eigene Cloud, ein Webbrowser für den Zugriff auf das polizeiliche Intranet, ein E-Mailkonto oder eine Anwendung zur Echtheitsprüfung von Ausweisdokumenten. Das Herzstück bildetet aktuell die neu programmierte App „mFAS“ – das mobile Fahndungs- und Auskunftssystem. Mit dieser können die Streifenpolizisten in wenigen Sekunden eine Personen- und Sachfahndung durchführen – wofür derzeit ein extra Anruf bei einem Kollegen auf dem Revier nötig ist.

Lorenz Caffier, Minister für Inneres und Europa, überreichte symbolisch am 23. Oktober mit großer Freude zwei Smartphones an die ersten Polizeibeamten in der Polizeiinspektion Neubrandenburg und zeigte sich sichtlich zufrieden: „Heute ist ein wichtiger Tag für die Landespolizei in Mecklenburg-Vorpommern, denn heute machen wir einen weiteren großen Schritt in Richtung Digitalisierung. Mit diesem Projekt bringen wir die Technik in Form von Smartphones direkt an den Einsatzort und erleichtern so die Arbeit unserer Beamtinnen und Beamten im Streifendienst“. Zusätzlich zu den iPhones werden auch Schutzfolien und -hüllen, Kfz-Halterungen sowie Ladeschränke für die Beamten bereitgestellt.

 

Startschuss für 246 Polizeidiensthandys

Unter der Federführung des LPBK M-V testen ab sofort nun über 200 Polizisten aus den Polizeihauptrevieren Neubrandenburg, Schwerin, Pasewalk und Wismar die Apps sowie weitere Features im Live-Betrieb und prüfen, ob noch weitere Optimierungen vorgenommen werden können. Dank einer optimalen Mischung von einsatztaktischen, regionalen und geografischen Besonderheiten der vier Polizeidienststellen, wie ländliche und städtische Regionen oder Ostseeküste und Grenzregion zur Republik Polen, kommen die Anwendungen in einem breiten Spektrum zum Einsatz.

Doch auch bereits bei der mFAS-App-Entwicklung im DVZ gaben neun Polizisten als Fachanwender im Rahmen von Workshops ihr konstruktives Feedback. Ein schlagkräftiges 15-köpfiges Team war über einen Zeitraum von zwölf Monaten für die Programmierung und Umsetzung von hunderten Anforderungen zuständig. „Vor allem die Anbindung an mehrere völlig unterschiedliche Fachverfahren in der geschlossenen LAPIS-Netzwerkumgebung der Polizei war eine Herausforderung“, so der Projektleiter Christian Dähn. Doch trotz Corona-Krise hat das DVZ-Team mit Hochdruck an den Anwendungen gearbeitet und pünktlich geliefert.

 

Weitere Apps für die Polizei in der Entwicklung

„Das war erst der Einstieg. Ein halbes Dutzend weitere Apps stehen bereits in den Startlöchern: beispielsweise mVU – mobile Verkehrsunfallaufnahme, mEVA – mobiles Vorgangsbearbeitungssystem oder mEBV – mobile Elektronische Bildverarbeitung", so DVZ-Geschäftsführer Hubert-Ludwig. Noch während der Testphase betonte ein Polizist: „Die App ist unsere Lebensversicherung – in Sekundenschnelle kann ich nun prüfen, ob die Person mir gegenüber gefährlich ist.“ Wir freuen uns, dass die DVZ M-V GmbH einen Beitrag zur Sicherheit unserer Polizisten liefern kann.

Landespolizei startet Pilotbetrieb im Projekt mPOL

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