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Digitale Trends als Treiber der Verwaltung

Mit dem DVZ.trendradar hat das DVZ ein Tool entwickelt, das kontinuierlich Faktoren beobachtet, die die Zukunft der Verwaltung, des DVZ und seiner Umwelt beeinflussen. Das Ziel: wichtige Trends zu erkennen und auf diese proaktiv zu reagieren. So identifiziert und priorisiert ein eigenes DVZ-Team der Geschäftsfeldentwicklung kontinuierlich digitale Trends aus den Bereichen „Rahmenbedingungen“, „Gesellschaft“, „Softwaresysteme“ und „Technologie“, die sich im DVZ.trendradar wiederfinden.

Dieser kann nicht nur für das DVZ selbst, sondern auch für die Ressorts der öffentlichen Verwaltung kundespezifisch adaptiert und etabliert werden. Demnach unterstützen schon jetzt Innovationsworkshops unsere Kund*innen bei den jährlichen Bedarfsplanungen. Gemeinsam mit Ihnen erstellen wir eine Übersicht über aktuelle Themen und Trends, die Ihnen wichtige Rückschlüsse auf zukünftige Herausforderungen liefern. Sprechen Sie uns gerne an!

Info-Box

Ansprechpartner

Stefan Liedholz
Geschäftsfeldentwicklung
s.liedholz@dvz-mv.de

Weiterführend

Trendradar 2021/22
(DVZ.info 1/2021)

Trends im Visier 
(DVZ.info 2/2020)

Trends 2021 - 2032

Wir stellen Ihnen Trends vor, die in den nächsten zehn Jahren auf den öffentlichen Sektor einen erheblichen Einfluss ausüben werden. Klicken Sie dafür einfach auf die Überschriften und es öffnen sich weitere Informationen. Erfahren Sie über die Grafiken in den einzelnen Reitern zusätzlich, ob wir die einzelnen Trends derzeit im DVZ beobachten, selber bereits testen oder bereits umsetzen bzw. umgesetzt haben. 

Rahmenbedingungen

  • EU-GESETZE

    Digitale Strategie (A): Ein Schwerpunkt der EU-Gesetzgebung ist die Förderung der digitalen Kompetenzen der Gesellschaft und Wirtschaft, als auch die Verfügbarmachung digitaler Technologien, Infrastruktur im Bereich Rechenleistung, Cloud und Speicherkapazitäten. Der Beweggrund für diese Initiative ist vor allem sich von den Technologiemonopolen zu lösen und auch eine europäische Alternative haben zu können.

    Supercomputing (B): Supercomputing meint die Verarbeitung hochkomplexer oder datenintensiver Probleme mithilfe von mehreren, parallel arbeitenden Computersystemen. Das gemeinsame europäische Unternehmen für High Performance Computing (EuroHPC) hat bereits umfangreiche Investitionen in die europäische Supercomputing-Infrastruktur getätigt. Sie werden uns helfen, die Fähigkeiten und Kenntnisse der europäischen Industrie zu nutzen, um diese Infrastruktur wiederum für die Entwicklung von Anwendungen und Diensten zu verwenden.

    Künstliche Intelligenz (C) & Cybersicherheit (D): Für den digitalen Aufbau ist Sicherheit eine zentrale Säule in der Strategie. Diese Strategie ist von der EU gerade 2020 verabschiedet worden. Die Infrastruktur der Digitalisierung und deren Sicherheit ist demnach ein Staatsauftrag. Demzufolge werden in diesen Bereichen Initiativen gefördert, um Wirtschaft und Gesellschaft in diesen Themen zu beleben. Dadurch sollen neue Impulse von Europa ausgehen. 

  • MV / BUND GESETZE

    Koordinierung von IT-Standards (A)Wenn die Digitalisierung ihre volle Kraft zur Entfaltung bringen soll, müssen die Eigenschaften der Digitalisierung gefördert werden. Zusammenarbeiten, vernetzen, automatisieren und viele weitere Funktionen, brauchen eine Standardisierung der Technologien, damit eine Vernetzung überhaupt möglich wird.

    Expemerentierklausel (B): Unter einer Experimentierklausel versteht man eine gesetzliche Regelung, die die Verwaltung zeitlich befristet dazu ermächtigt, bei ihrer Tätigkeit von gewissen Bestimmungen des geltenden Rechts abzuweichen, um neue Vorgehensweisen zu erproben und daraus Erkenntnisse zu gewinnen. Auf Basis der gesammelten Erfahrungen sollen die erprobten Verfahren später endgültig normiert und die entsprechenden Bestimmungen überarbeitet oder neue Gesetze geschaffen werden. Dies wird eine vielfältiges Engagement befördern, um die Regelungen und Bestimmungen der Digitalisierung anzupassen resp. diese zu ermöglichen.

    Digitale Souveränität (C): Digitale Souveränität bezeichnet im Allgemeinen die Möglichkeit eines Menschen oder einer Gesellschaft, digitale Medien selbstbestimmt nutzen zu können. Dies umfasst neben der individuellen Fähigkeit auch notwendige, äußere Rahmenbedingungen, um einen souveränen Umgang mit digitalen Medien zu gewährleisten. Das bedeutet vor allem für die Verwaltung, dass auch keine Abhängigkeiten in Bereichen entstehen, in denen eine monopolartiges Verhältnis am Markt herrscht. Dies wird viele neue Lösungen am Markt fördern und u.U. auch neue Märkte beleben.

  • ORGANISATION DER VERWALTUNG

    Verwaltung Digitalisierung/Kooperationen (A): Kooperationen werden für die Verwaltung immer wichtiger und bedeutsamer. Die Digitalisierung hält Mammut-Aufgaben bereit, die sich zum einen in den Städten, Ländern und Kommunen wiederholen und zum anderen auch viel zu komplex sind, das diese von jeder Verwaltung selbst gelöst werden könnten. Diese Kooperationen und Partnerschaften tragen zu mehr Professionalität und eine effizientere Nutzung der Ressourcen bei und erzielen gleichzeitig ein besseres Ergebnis.

    Einheitliche Prozesse/Steuerung (B): Die Leistungen der Verwaltung sind bundesweit die gleichen – wie die Verwaltungen zu diesem Ergebnis kommt, ist durch die föderalen Strukturen freigestellt. So sind die Wege zum gleichen Ergebnis sehr unterschiedlich. Die Verwaltung will effizienter werden und wird nun mehr und mehr die Voraussetzung dafür schaffen: Prozesse werden überprüft und auf breiterer Ebene angepasst. Erste Initiativen in unterschiedlichen Bereichen sind angelaufen. Dies wird sich in der kommenden Zeit sicherlich intensivieren und weiter ausgebaut werden.

    Strukturelle Einsparungen durch IT (C): Die Erwartungen an die Digitalisierung war und ist schon immer, dass die Aufgaben effizienter umgesetzt werden. Durch die aktuelle Krise wird dieser Trend beschleunigt. Man wird in Zukunft viele Stellschrauben nutzen, um die enormen Summen, die in der Kriese investiert werden und wurden, wieder einzusparen. Hier muss die Digitalisierung sicherlich eine substanziellen Beitrag leisten.

Gesellschaft

  • UNTERNEHMENSDIENSTE

    Bereitstellung für Onlinedienste (A): Der Bereich Geodaten macht es vor: Die Verwaltung stellt Daten und Informationen bereit, die für Onlinedienste von unterschiedlichen Unternehmen und Organisationen genutzt oder vermarktet werden können. Aus der Vielzahl von unterschiedlichsten Daten, über die die Verwaltung verfügt, können die unterschiedlichsten Geschäftsmodelle entstehen. Das Bewusstsein der Verwaltung wird zunehmen, dass diese Daten als Mittel zur Förderung der Handlungsräume wertvolle Impulse geben kann.

    Automatische Datenübermittlung und Antragstellung (B): Unternehmen sind verpflichtet gewisse Meldungen an die Verwaltung zu tätigen. Diese Meldungen werden durch das genutzte System in den Unternehmen automatisch an die Verwaltung weitergeleitet. Alternativ werden eigens dafür eingerichtete Portale zur Datenerfassung genutzt, die dann von integrierten Systemen abgelöst werden. Zukünftig werden die Medienbrüche für einen reibungslosen und schnellen Datenfluss immer weiter abgebaut.

    Datenanalyse/Berater der Industrie (C): Die Verwaltung hat eine Unmenge von Daten durch deren Analyse gewisse Rückschlüsse gezogen werden können. So kann die Verwaltung gewisse wirtschaftliche Cluster erkennen, die zum Beispiel wertvolle Informationen bei der Standortwahl von Unternehmen unterstützen kann.

     

  • BÜRGERDIENSTE

    Authentifizierung/Bürgerbeteiligung (A): Die mittlerweile sichere und eindeutige Online-Authentifizierung von Nutzer*innen schafft eine Vertrauensstellung gegenüber der Verwaltung und ist die Grundlage für den digitalen Nachweis einer Identität.

    Dienstleistungszentrum/Onlinewahlen (B): Die Bürger*innen als Kunden rücken zunehmend in den Mittelpunkt. Ein neuer Blickwinkel für die Verwaltung, die immer öfter mit modernen Methoden ihre Leistungen bürgernah ermöglichen möchte. Nicht die Menschen müssen zur Verwaltung kommen, sondern die Verwaltung kommt dorthin, wo die Menschen sind. Ob das nun im Internet oder vor Ort im Einkaufscenter, an der Tankstelle etc. ist – die Ansprache ist nicht mehr an das Rathaus gebunden

    Keine Anträge mehr (C): Die Digitalisierung wird als Lösungsansatz für strukturelle Problemstellungen genutzt. Absehbarer Personalmangel, steigende Komplexität und erhöhter Kostendruck zwingen zur Handlung. Besteht ein Rechtsanspruch für eine Förderung, sind eigentlich alle Daten zur Prüfung in den Hand der Verwaltung und können automatisch geleistet werden.

  • FACHVERFAHREN

    EFA (Einer für Alle) (A): Durch den Bund gefördert, wird immer häufiger auf Arbeitsteilung bei der Erstellung von Fachverfahren gesetzt. Nicht mehr jedes Bundesland stellt die Verfahren selber her, sondern konzentriert sich auf eines, was dann von den anderen Bundesländern nachgenutzt werden kann. Diese angeregte Kooperation wird in den nächsten Jahren die unterschiedlichsten Modelle der Kooperationen hervorbringen. Somit wird zukünftig gerade für kleinere Bundesländer diese Kooperationen und Partnerschaften zu Schlüsselstrategien. 

    Digitale Anträge und Bescheide (B): Nicht zuletzt durch die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) werden zunehmend Anträge und Bescheide auch digital erstellt. Spätestens mit der Fertigstellung des Servicekontos wird dieser Trend begünstig.

    Automatisierung der Antragsbearbeitung (C): Vom Antrag über den Bescheid bis hin zur Leistung und das ohne die Prüfung durch einen Beamten: dies wird derzeit in einem Pilotprojekt für das Kindergeld überprüft. Zukünftig werden immer mehr Verwaltungsvorgänge auf die Möglichkeit der Automatisierung überprüft. Auch die automatisierte Tätigkeit zur Unterstützung der Entscheidung eines Beamten wird Einzug halten.

Softwaresysteme

  • KÜNSTLICHE INTELLIGENZ

    Bots (A): Unter einem Bot (von englisch robot ‚Roboter') versteht man ein Computerprogramm, das weitgehend automatisch sich wiederholende Aufgaben abarbeitet. Praktisch sind die „Helferlein“, die man auf vielen Websites in Form von Chat-Programmen findet, wenn Beratung oder die Klärung von Fragen nötig ist. Eine künstliche Intelligenz analysiert die Fragen und gibt die entsprechende Antwort.

    Domainspezifische KI (B): Eine domänenspezifische KI oder anwendungsspezifische KI ist eine Lösung, die nur eine einzige Aufgabe oder Funktion innerhalb eines Systems übernimmt. Somit werden die Ergebnisse einer Bearbeitung transparenter. So werden zum Beispiel digitale Dokumente durch eine KI geprüft, ob diese in irgendeiner Weise bearbeitet wurden, um Manipulationen von Dokumenten zu finden.

    Fraud Detection (C): Nicht nur die Polizei setzt immer öfter Software zur Betrugserkennung ein, sondern auch Krankenkassen. Die Software prüft Plausibilitäten und Wahrscheinlichkeiten, um Unregelmäßigkeiten zu entdecken. Zum Einsatz kommt dabei auch KI-Technologie. Das System lernt kontinuierlich dazu und wird gerade bei Anwendungsfällen mit hohem Aufkommen von Dokumenten eingesetzt. Hier bietet sich für die Verwaltung neue Perspektiven, da das System mehr Auffälligkeiten entdeckt als die Prüfung durch Verwaltungsmitarbeiter*innen möglich wäre.

  • DATENANALYSE

    BI Plattformen (A): Business Intelligence (BI) Plattformen sind technologiegetriebene Prozesse zur Analyse und Präsentation von Daten. Diese Systeme stellen aussagekräftige Informationen zur Verfügung, die entscheidungsrelevante Daten sichtbar machen. Datenbasierte Entscheidungen werden in komplexen Systemen immer wichtiger. Nur so kann man Entscheidungen sachlich abstützen. Dieser Trend bezieht sich nicht auf kaufmännische Informationen, die sicherlich zum Standard gehören, sondern auf jegliche Arten von Daten die in einer Organisation erstellt werden oder in deren Kontext relevant sind.

    Big Data Plattformen (B): Big Data sind Datenmengen, die zu groß, komplex, schnelllebig oder zu schlecht strukturiert sind, um diese mit herkömmlichen Methoden zu verarbeiten. Auf Big Data Platfformen können diese jedoch nach unterschiedlichen Konzepten aufbereitet und zur Verfügung gestellt werden. Dies bietet neue Möglichkeiten denn Verwaltung besitzt eine Unmenge von Daten, um Prozesse wesentlich effizienter zu gestalten.

    Analytics Everywhere (C): Mit der wachsenden Verfügbarkeit von Daten sowie der einfachen Möglichkeit, Daten zu sammeln, kann jeder sich Daten für seine Analysen selbst zusammenstellen ohne aufwendig Business Intelligence-Fachleute konsultieren zu müssen. So kann jeder Angestellter entsprechend seiner Tätigkeiten eigenständig Parameter seiner Aufgabe sichtbar machen, um effizientere und sachbezogener Entscheidungen treffen zu können.

  • SICHERHEIT

    Monitoring (SOC/SIEM) und Kommunikation (A): Möglichst viele aussagekräftige Daten und Informationen zusammenzuführen und zu beobachten, ist schon jetzt ein fester Bestandteil von Sicherheitskonzepten und wird in Zukunft stetig an Bedeutung gewinnen. Virtuelle Angriffe werden immer komplexer und sind in unterschiedliche Phasen unterteilt. Immer mehr unterschiedliche Erkennungssysteme beobachten die unterschiedlichen Phasen und agieren auf verschiedenen Systemebenen. Durch mehr Daten und Informationen sowie gleichzeitig einer Knappheit an Analysten, wird zukünftig die Künstliche Intelligenz (KI) auch in diesem Themenfeld eine wachsende Rolle spielen.

    Risikomanagement ohne Usability-Einschränkungen (B): Bei Cyberangriffen konzentrieren sich die Analysen auf die Phase vor dem eigentlichen Angriff. Gelingt es die Angriffe möglichst früh zu erkennen, also möglichst in der ersten Phase, ergibt dies sehr viel mehr Spielraum um Gegenmaßnahmen einzuleiten. Je früher die Gegenmaßnahmen greifen, je weniger wird die Usability der eigentlichen Systeme gestört – im optimalen Fall wird so der bzw. die Nutzer*in von dem Angriff nichts bemerken. In diesen Bereich werden auch zukünftig viel Anstrengung und Technologie fließen.

    KI für lernenden Schutz (C): Komplexe Aufgaben erfassen und lösen oder zumindest Vorhersagen treffen – gerade zum Schutz der Bevölkerung. Künstliche Intelligenz (KI) findet seinen Einzug in die Verwaltung: Mit ersten Pilotprojekten zur Verbrechensbekämpfung zeigt die Technologie ihre vielfältige Einsatzmöglichkeiten – sei es Einbrüche vorhersagen, pornographisches Bildmaterial auswerten oder Betrugserkennung. Auch in der Abwehr von Cyberangriffen übernimmt die KI, die nicht mehr zu bearbeitende Menge an Angriffen, die mittlerweile täglich im sechsstelligen Bereich liegen.

     

Technologie

  • INNOVATIONSMECHANISMEN

    Business Value (A): Hinter Business Value verbergen sich alle Werte, die ein Unternehmen verkörpert. Kontinuierliche Überlegungen über die Werte, die ein Unternehmen für den Kunden darstellt, führen zu den Wurzeln und der Ur-Motivation des Handelns zurück und schärfen den Blick für das Wesentliche. Dadurch werden Unternehmen und Organisationen effizienter und effektiver.

    Customer Co-Innovation (B): DigitalLap, Bürgerbeteiligungen und andere Formen der Beteiligung von Anwender*innen nutzen Organisationen zunehmend, um ihre Kund*innen bzw. Nutzer*innen nicht mehr nur als passive Empfänger und Konsumenten einer von Anbietern autonom geleisteten Wertschöpfung zu sehen. Vielmehr treten Nutzer*innen als Wertschöpfungspartner auf, indem sie Produkte oder Dienstleistungen mitgestalten und deren Funktion mitbestimmen. Durch Umfragen, Experimente oder Analysen werden so die Kund*innen bei der Ausgestaltung der Digitalisierung von der Verwaltung mit eingebunden. Design Thinking, Coustomer Journey und andere Methoden geben den Rahmen vor, wie die Bedürfnisse erkannt und erfasst werden.

    Start-up (C): Den Geist und die Einstellung die Start-up-Gründern zugeschrieben werden, sollen in die eigene Organisation transformiert werden. Dinge anders angehen, möglichst früh viele Fehler machen und schnell einen Nutzen bieten – mit solch einem Vorbild-Verhalten kann man bestehende Handlungswelten verändern.

  • ARCHITEKTUR

    EA Tools/Roadmaps (A): In den letzten Jahren hat eine starke Beschleunigung der Einführung und Weiterentwicklung von neuen Technologien eingesetzt. Gerade in komplexen Umgebungen, wie einem Rechenzentrum oder die Landesverwaltung, nimmt die Bedeutung der strategische Steuerungsfähigkeit einen deutlich höheren Stellenwert ein. Enterprise Architecture (EA) Tools bzw. Roadmaps sind dabei wertvolle Werkzeuge, die der Analyse des Ist-Standes und der Planung der IT-Systeme dienen, um diese digitale Transformation zu unterstützen.

    Vernetzung der Dienste/SDG (B): Die fortschreitende Digitalisierung schafft den Anspruch der Vernetzung der Datenbereiche in der Verwaltung und wird durch verschiedene Gesetzesänderungen sowie Verordnungen unterstützt. Dadurch folgen allerdings neue technologische Herausforderungen in der Vernetzung der zu betreibenden Verfahren über Bundeslandgrenzen hinaus. Single Digital Gateway (SDG) ist ein einheitliches digitales Zugangstor zur Verwaltung das EU-weit funktioniert. Dieser Standard schafft neue Möglichkeiten.

    Flexible Ressourcennutzung (C): Eine Optimierung des Ressourcenverbrauchs wird durch die stark steigenden Anforderungen der zu betreibenden Softwarelösungen notwendig. Durch die Cloud-Anbieter werden neue Preismodelle (z. B. nutzungsbasierte Abrechnung) als Steuerungselement etabliert. Um flexibel auf die sich schnell ändernden Anforderungen reagieren zu können, müssen Softwarehersteller und Infrastrukturbetreiber diesen Trend unterstützen. 

  • DEVELOPMENT

    Open Source Entwicklung (A): Open-Source-Software sind Lösungen, deren Quelltext öffentlich eingesehen werden kann. In der Community erfolgt in der Regel eine gemeinsame Entwicklung der Lösung auf Basis einer offenen Zusammenarbeit. Der gezielte Einsatz von Open-Source-Software ermöglicht eine Stärkung der Gestaltungsfähigkeit und Wechselmöglichkeit in der Nutzung von Softwarelösungen. Zur Stärkung des Technologieaustausches bekommt das Engagement in Open-Source-Projekten immer größere Bedeutung.

    LowCode (B): Hierbei handelt es sich um eine zeit- und kostensparende Alternative zum klassischen Programmieren, wodurch sehr schnell auf Anforderungen des Kunden reagiert werden kann. Der Fokus liegt auf der Verwendung visueller Applikationsdesigner sowie anderer grafischer Modellierungsmethoden und verzichtet auf klassische textbasierte Programmiertechnik.

    Enterprise Agile Frameworks (C): Eine sich stetig verändernde Unternehmensumgebung erfordert modernes Arbeiten und neue Arbeitsmethoden: Doch dafür braucht es auch neue Strukturen. So entwickeln sich Organisationen zunehmend von Säulen- über Matrix-Strukturen zu agilen Organisationen. „Agile Frameworks“ sind die Werkzeuge, mit denen man eine agile Organisation passgenau definiert. Für zukünftige Verwaltungen wird dies immer relevanter.

  • INFRASTRUKTUR

    Container-Technologie (A): In den letzten Jahren hat sich Kubernetes zu einem Standard in der Bereitstellung, Skalierung und Verwaltung von Containeranwendungen etabliert. Kubernetes ist ein Open-Source-System, welches der Cloud Native Computing Foundation gespendet wurde. Im Gegensatz zur klassischen Bereitstellung einer Anwendung mittels Virtualisierung hat Container-Virtualisierung zwar einige Einschränkungen hinsichtlich der betriebenen Anwendung, gilt aber als besonders ressourcenschonend. Somit können schneller Anwendungen bereitgestellt werden.

    Digitale Arbeitsorganisation (B): Die aktuelle Krise ist ein wesentlicher Beschleuniger dieses Trends. Viele Verwaltungen müssen sich vom Homeoffice aus ihre Arbeitsfähigkeit herstellen. Dies bedeutet einen massiven Ausbau von Lösungen für mobiles Arbeiten (Notebooks, VPN, etc.). Zusätzlich müssen neue Varianten der Zusammenarbeit etabliert und ausgebaut werden (u. a. Videokonferenzen, Kollaborationsplattformen). Die digitale Antragsbearbeitung wird immer wichtiger, um arbeitsfähig zu bleiben.

    Cloud für die Verwaltung (C): Cloud-Lösungen halten immer mehr Einzug in unser digitales Nutzerverhalten. Die Vorteile der kurzen Innovationszyklen sowie der Zugang zu neuen Technologien wird zukünftig überwiegend über die Cloud erzielt. Softwarehersteller stellen ihre Geschäftsmodelle zunehmend auf die Cloud-Nutzung um, um eine fortlaufende Kundenbindung zu erzielen.

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