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MELDEWESEN: eMRA-MV als interessantes Angebot für Poweruser ...

Mit dem Start der elektronischen Melderegisterauskunft in Mecklenburg- Vorpommern „eMRA.M-V“ im Dienstleistungsportal des Landes (www.service.m-v.de) erhalten Privatnutzer und Firmen die Möglichkeit, einfache Melderegisterauskünfte zu allen Bürgern des Bundeslandes zentral über einen Portalzugang einzuholen.

Die entsprechende Anwendung ermöglicht das Anfragen einzelner Personen, wobei pro Anfrage ein elektronischer Bezahlungsprozess durchlaufen werden muss. Derzeit wird als Zahlungsverfahren die Zahlung mit Kreditkarte unterstützt. Die bestehende Basislösung ist aufgrund der Einschränkung auf Einzelabfragen und den anschließenden Bezahlprozess je Anfrage für so genannte Poweruser (Mehrfachabfrager) - gegenüber der manuellen Abfrage - unattraktiv. In der manuellen Melderegisterauskunft sendet ein Poweruser mehrere Einzelanfragen auf Papier in einem Gesamtpaket an die jeweilige Meldebehörde und bezahlt einmal für alle Anfragen des Paketes. Mehr als 90 Prozent aller Auskunftsersuchen an die Melderegister werden von Powerusern, d. h. von Anwälten, Notaren, Inkassobüros, Versandhäusern etc., getätigt. Damit besteht die Gefahr, dass die gewünschten Effekte zur Entlastung der öffentlichen Verwaltung nicht im erforderlichen Umfange erreicht werden.

Mit der Einrichtung des Poweruser-Zuganges werden die Zugangseinschränkungen für eine wesentliche Zielgruppe der eGovernment- Anwendung eMRA.M-V aufgehoben. Die DVZ M-V GmbH tritt hierbei als so genannter Broker im Auftrag des Innenministeriums M-V auf. Aufgabe des Brokers ist es, für die technische Anbindung und den gesonderten Bezahlprozess zu sorgen. Die damit verbundenen Aufwände werden fallbezogen über ein gesondertes Transaktionsentgelt abgegolten. Mehrere Zugangskanäle sind derzeit für den Poweruser vorgesehen. Die Abrechnung erfolgt auf Basis einer monatlichen Gesamtrechnung inklusive Einzelnachweis der entsprechenden Auskunftsersuchen. Die mit der Auskunft verbundenen Gebühren gemäß KostVO IM M-V werden automatisch abgeführt.

Mit RISER ID Services GmbH wurde Mitte November 2007 der erste Poweruser-Vertrag abgeschlossen. Damit wird Mecklenburg-Vorpommern in das Projekt RISER, einem elektronischen Dienst für europäische Meldeauskünfte, eingebunden. Hierbei können über ein zentrales Webportal offizielle Adressinformationen in Deutschland und anderen EU-Mitgliedsstaaten abgefragt werden. Im Vorfeld des Vertragsabschlusses wurden umfangreiche Tests zum gewünschten Zugangskanal OSCI-Transport/XMeld durchgeführt. Ein wesentlicher Bestandteil war dabei die Überprüfung der Trefferquote im Verhältnis zur manuellen Melderegisterauskunft, die ein wesentliches Qualitätsmerkmal für den elektronischen Prozessdurchlauf darstellt. Durch gemeinsame Abstimmung der Vorqualifizierungsregeln ist mittlerweile eine Trefferquote von 80 % erreicht. Bei diesen gemeinsamen Tests wurde weiteres Optimierungspotential identifiziert. Zusammen mit dem zuständigen Referat im Innenministerium und dem Landesbeauftragten für den Datenschutz Mecklenburg-Vorpommern wird derzeit geprüft, welche Detailverbesserung der Suchroutinen mit dem Landesmeldegesetz und den daten-schutzrechtlichen Anforderungen vereinbar sind und in der Umsetzung zu einer noch höheren Trefferquote führen. Neben RISER ist derzeit geplant, mit der Creditreform Mecklenburg-Vorpommern von der Decken KG die Pilotierung der Poweruser-Zugangskanäle OSCI-Transport/CSV und Weboberfläche für Poweruser vorzunehmen. Mit der endgültigen Überführung beider Projekte in die Produktion stehen damit alle drei Zugangsmöglichkeiten auch weiteren Powerusern zur Verfügung.


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